Verschiedene Zusatztarife und der Versicherungsantrag
Im Bereich der Krankenzusatzversicherungen bieten die privaten Krankenversicherungsunternehmen viele verschiedene Tarife an. Dabei unterscheiden sich die Leistungen der einzelnen Tarife, so dass Sie diese bei den Unternehmen vergleichen sollten. Gesetzlich Krankenversicherte können folgende Zusatzversicherungen abschließen: Auslandsreisekrankenversicherung, Zahnzusatzversicherung, Zahnersatzversicherung, ambulante Zusatztarife, stationäre Zusatztarife, Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld. Diese Zusatzversicherungen können entweder einzeln oder auch mehrere zusammen abgeschlossen werden.Für alle Tarife gilt: Zum Abschluss einer Zusatzversicherung muss bei dem gewünschten Unternehmen ein Versicherungsantrag ausgefüllt werden. Dieser beinhaltet neben den Daten zur Person wie Name, Geburtsdatum und Wohnort die jeweiligen Gesundheitsdaten. Hier wird nach bestehenden und zurückliegenden Erkrankungen gefragt, ob Sie Brillenträger sind, ob eine ambulante, stationäre oder zahnärztliche Behandlung geplant ist und welche Behandlungen in den letzten Jahren in diesen Bereichen durchgeführt wurden, ob Zähne bereits ersetzt wurden, fehlen oder eine Prothese getragen wird, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden usw. Aufgrund dieser Angaben, die unbedingt wahrheitsgemäß gemacht werden müssen, entscheidet das Krankenversicherungsunternehmen über die Annahme des Vertrages. Je nachdem, welche Erkrankungen in dem Antrag angegeben werden, kann die Krankenversicherung einen Risikozuschlag auf den Beitrag erheben, eine Erkrankung völlig ausschließen oder den Vertrag komplett ablehnen.
Wird der Vertrag angenommen, erhalten Sie bei einigen Zusatztarifen eine Versicherungskarte, die Sie zur Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus vorzeigen können. Anders als bei der Gesetzlichen werden die Kosten in den meisten Fällen nicht direkt mit der Krankenversicherung sondern zuerst mit Ihnen abgerechnet.